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Frequently ASked Questions (FAQs)
Im Folgenden finden Sie antworten auf häufig gestellte Fragen

Was ist das Projekt MPiA?

MPiA steht für "Multiprofessionelle Palliativversorgung im Alter". Das Projekt geht auf eine Donation von Dr. Marianne Kloke zurück, die für ihr herausragendes Engagement in der Palliativmedizin am 7. Juni 2022 den Brost-Ruhr-Preis der Brost-Stiftung Essen erhalten hat: https://broststiftung.ruhr/brost-ruhr-preis-festlich-verliehen/ Dr. Marianne Kloke war bis Dezember 2019 Direktorin der Klinik für Palliativmedizin an den Kliniken Essen-Mitte sowie Mitbegründerin und Leiterin des Netzwerks Palliativmedizin Essen. Ihre Arbeit galt und gilt einer umfassenden Palliativversorgung auf höchstem Niveau, um ein menschenwürdiges Leben und Sterben zu ermöglichen.  Im Projekt MPiA soll der Austausch und die Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit der Praxis und das Verständnis für die Interdisziplinarität und Multiprofessionalität von Palliative Care gefördert werden. Durch die Weiterbildung von Multiplikator*innen und den Aufbau eines Resonanzraums für Praktiker*innen und den wissenschaftlichen Nachwuchs wird ein nachhaltiger Theorie-Praxis-Transfer gesichert. Die AG Gerontologie der Hochschule führte dazu im Sommersemester 2023 eine fünfteilige Veranstaltungsreihe durch und baut die Website www.projekt-mpia.de zu einer Lern- und Informationsplattform für Studierenden und Lehrende in sozialen Berufen aus.   Der Fokus des Projekts liegt auf der Palliative Care für geriatrische Patient*innen. Palliative Care umfasst, über die medizinische Behandlung und pflegerische Versorgung hinaus, die soziale und spirituelle Begleitung alter und schwerstkranker Menschen sowie das Management dieser Prozesse. In der Umsetzung stellen sich bisher ungelöste Probleme der Zugangsgerechtigkeit, der Kontinuität und Zuverlässigkeit der Versorgung. Über fachliche Aspekte hinaus ist also Kooperation über Professions-, Organisations- und leistungsrechtliche Grenzen hinwegerforderlich.

Was ist Hospiz- und Palliativarbeit?

„Palliativmedizin/ Palliative Care ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patient*innen und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, welche mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen. Dies geschieht durch Vorbeugen und Lindern von Leiden durch frühzeitige Erkennung, sorgfältige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art“ (WHO 2002). In der Hospiz- und Palliativarbeit geht es darum, Schmerzen und Begleitsymptome zu lindern, dabei aber weder den Sterbeprozess zu beschleunigen noch die todbringende Krankheit zu heilen. Dabei steht eine ganzheitliche Betreuung der unheilbar kranken Menschen und deren An- und Zugehörigen durch eine ganzheitliche spirituelle, psychosoziale und pflegerische Begleitung im Fokus, wodurch eine Verbesserung der Lebensqualität bewirkt werden soll. Ziel ist den betroffenen Menschen einen würdevollen Tod zu ermöglichen (vgl. Kränzle & Weihrauch 2018, S. 5f.). Zu den Adressaten von Hospiz- und Palliativarbeit sind neben den betroffenen unheilbar kranken Menschen, die An- und Zugehörigen. Weiter gehört aber auch die Gesellschaft zu den Adressaten, in dem die Hospiz- und Palliativarbeit die Aufgabe der Enttabuisierung des Themas Sterben und Tod durch Aufklärung übernimmt.

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