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Erfolgreicher MPiA-Auftakt: „Was braucht es in der letzten Lebensphase?"

Aktualisiert: 4. März

Nach langen Vorbereitungen, erfolgte am 29.03. endlich der Startschuss für das Projekt MPiA. Vor rund 80 Zuschauer:innen in Präsenz sowie 20 Online-Teilnehmenden moderierten Prof. Dr. Birgit Schuhmacher und Isabelle Bosbach (beide EvH Bochum) eine spannende und facettenreiche Auftaktveranstaltung.


(Spannender und fruchtbarer Austausch und Teilnehmer:innen und Gästen. Foto: Projekt MPiA)


Ziel der Auftaktveranstaltung war es, verschiedene Aspekte der Herausforderung einer bedarfsgerechten multiprofessionellen Palliativversorgung im Alter zu reflektieren. Diese wurden neben den einführenden Vorträgen in der Podiumsdiskussion erörtert und durch digitale Formate der Publikumsbeteiligung unterstützt.


Prof. Dr. Birgit Schuhmacher gab zunächst einen kurzen Einblick in die Vielfalt der letzten Lebensphase im Alter. Während das Alter selbst nur wenig institutionalisiert ist, trifft dies aber doch auf das Sterben zu: Weitaus mehr Menschen versterben im Krankenhaus, als sie sich das wünschen. Dennoch wächst der Anteil der älteren Menschen, die eine palliative Versorgung erhalten. Unabhängig vom Sterbeort stellt sich das Lebensende als soziales und kulturelles Geschehen von hoher Komplexität dar, das multiprofessionell gestaltet und begleitet werden sollte.


Die Preisträgerin des Brost-Ruhrpreises und Donatorin der Veranstaltungsreihe, Dr. Marianne Kloke, fokussierte in ihrem Vortrag die weitreichenden Bezüge von Palliative Care, die mehr als eine Fachdisziplin ist. Sie hat vielmehr den gesamtgesellschaftlichen Anspruch, die letzte Lebensphase grundsätzlich würdevoll und bedarfsgerecht zu gestalten – ein Anspruch, der bereits politisch und sozial angestoßen wurde und weiterhin verfolgt werden muss. Gleichzeitig stehen nicht nur die Sterbenden im Fokus von Palliative Care, sondern auch An- und Zugehörige. Es gilt dafür zu sorgen, dass alle Betroffenen Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung am Lebensende erhalten, was einen hohen Grad an Vernetzung aller professionellen und ehrenamtlichen Akteure voraussetzt.


Das Publikum beteiligte sich lebhaft an digitalen Abstimmungen und diskutierte Fallbeschreibungen aus der Praxis der palliativen Versorgung: Wie kann die Würde von älteren Menschen am Lebensende gewahrt werden? Wie soll in Bezug auf einen Transfer ins Krankenhaus entschieden werden? Isabelle Bosbach leitete anschließend in die Podiumsdiskussion über, in die ebenfalls Fragen aus dem Publikum eingespielt wurden.


Zur kultursensiblen und spirituellen Begleitung von älteren Menschen am Lebensende diskutierten Dr. rer. nat. Ferya Banaz-Yaşar, Koordinatorin des ambulanten Hospiz- und Beratungsdienstes des Universitätsklinikum Essen, Britta Lauenstein, Studienleitung des Martineum, Witten und Dozentin an der EvH RWL Bochum und Michael Rohr, Emmaus-Hospiz, Gelsenkirchen, mit Dr. Marianne Kloke. Häufig, so wurde - nicht zuletzt auch durch Beiträge aus dem Publikum - deutlich, ist eine bedarfsgerechten Versorgung nicht gegeben, weil es den Betroffenen an Informationen und Zugangsmöglichkeiten mangelt.


Die Auftaktveranstaltung endete mit einer beeindruckenden Wortwolke des Publikums zur Frage: Was nehme ich für meine Arbeit, die Praxis, mein Studium mit? Insbesondere dieser letzte Eindruck, so resümierten die Veranstalter:innen gemeinsam mit Dr. Kloke, zeigte, dass das Ziel der Veranstaltung erreicht wurde: u.a. mit den Begriffen „Netzwerken“ „Haltung“, „Individualität“ und „Hoffnung“ drückten viele Teilnehmer_innen aus, dass sie Gelegenheit zur Reflexion und zum Austausch hatten.

Aktuell ist noch die Anmeldung für die letzten beiden MPiA-Termine am 24.05. und am 21.06. möglich. Klicken Sie für die kostenlose Anmeldung bitte hier. Für Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an Manuel Schlifski unter schlifski@evh-bochum.de

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